Vergangene Woche erreichte mich die lange erwartete neue Lomography-Sofortbild-Kamera, die den Namen „Lomo’Instant Square“ trägt. Die Kamera verwendet hauptsächlich die Fuji Instax Square Filme und ist, mit dem zusätzlich erhältlichen Rückteil, auch fähig die schmaleren Fuji Instax Mini Filme zu laden.

Aufgrund unseres Umzuges hat es zwar einige Tage gedauert bis ich die Kamera tatsächlich mal ausführen und antesten konnte, aber am vergangenen Wochenende ergab sich ein kurzes Zeitfenster… 🙂 Hier also ein Testbericht.

Lomo'Instant Square PigalleDie Lomo’Instant Square hatte ich im vergangenen Jahr über Kickstarter unterstützt und mitfinanziert. Seinerzeit hatte ich mich für den Typ Pigalle entschlossen. Da gab es auch gleich diverses Zubehör dazu. Mittlerweile gibt es die Kamera, in verschiedenen Ausführungen und mit diversen Accessoires, bereits auf der offiziellen Lomography-Seite zu bestellen.

Es ist auch nicht meine erste Kamera aus dem Hause Lomography. Vor einiger Zeit hatte ich mir bereits eine Lomography Belair gekauft. Dazu gibt es schon einen Testbericht auf meiner Homepage.

Mit den Ergebnissen der Belair war bzw. bin ich noch nicht wirklich zufrieden, konnte aber noch nicht weiter testen. So hoffte ich, dass mich jetzt zumindest die Lomo’Instant Square nicht im Stich lässt. Auf dem obigen Foto sieht man die zusammengeklappte Kamera mitsamt meiner ersten Ergebnisse.

Die Lomo’Instant Square hat mich nicht enttäuscht… 🙂

Ich konnte bislang zwar erst zwei Bilder machen, beide auf der Straße bei eher trüben Wetter, aber beide sind sehr schön geworden. So freue ich mich auf weitere!

Die Bedienung der Lomo’Instant Square ist simpel und übersichtlich gehalten. Es gibt einen Auto- und einen Langzeitbelichtungs-Modus. Einen Knopf für Über- und Unterbelichtungen, einen für Mehrfachbelichtungen, einen für den Blitz und einen für den Selbstauslöser. Die Batterien lassen sich an der Unterseite der Kamera austauschen, und das auch bei eingelegtem Film. Hier hat man sich, interessanterweise, nicht für AA-Batterien entschieden, sondern für zwei kleinere 3V-Batterien des Typs DC2. Diese hatte ich auch noch zuhause. Der integrierte und herausnehmbare Infrarot-Fernauslöser benötigt dann auch nochmal eine flache zusätzliche Batterie.

Frida. Lomo'Instant Square 2018Das erste Bild machte ich, wie gesagt bei trüben Wetter, von unserem neuen Lieblings-Döner-Wrap-Imbiss. Aus Versehen hatte ich den Blitz eingeschaltet, da dieser wohl standardmäßig beim Einschalten der Kamera aktiviert ist. Aber das war wohl ganz gut so.

Anders als zum Beispiel beim Testen der Impossible I-1 Kamera habe ich beim ersten Testbild tatsächlich ein hübsches Ergebnis erzielt.

roofs. Lomo'Instant Square 2018Und auch das zweite Bild, ein kleines Stück des Weges weiter, ist mir gelungen. Unweit des Kulturspeichers in Würzburg, nach einem Besuch einer Ausstellung des BBKs, habe ich die Türme der örtlichen Wasserwerke fotografiert. Mittlerweile ist das auch zu einem meiner lokalen Lieblingsmotive avanciert. Sozusagen mein Fernsehturm Würzburgs… 😉

Ich verspreche mir von der Kamera bzw. von den Fuji Instax Filmen eine gute Alternative zu den Impossible bzw. Polaroid Original Filmen. Zwar sind die Filme von Fuji ein wenig kleiner, dafür aber auch ein wenig billiger. Und von der Qualität her sind sie „mindestens“ genauso gut. Haben mich doch die Impossible-Filmen in der Vergangenheit öfters enttäuscht. Mal sehen, was Fuji da leisten kann.

Was ich bislang mit der Lomo’Instant Square noch nicht testen konnte, was aber wahrscheinlich bald möglich sein sollte, dass ist das Verhalten der Kamera bzw. des Blitzes Indoor und mit Fotolampen. Ich freue mich darauf und werde hier so bald wie möglich ein Update folgen lassen…

…und hier kommt auch direkt das kleine Update.

Jasmin. Made with Lomo'Instant SquareZuerst habe ich den Blitz Indoor getestet und dazu auch zusätzlich noch einen orangen Farbfilter benutzt. Womit ich anscheinend noch Probleme habe ist das Wählen des richtigen Ausschnittes. Vor allem im kurzen Bereich gibt es eine ordentliche Parallaxenverschiebung von Sucher zu Linse. Da muss ich noch ein Gefühl entwickeln.

Einfach in der Handhabung, dafür aber vielleicht schwierig in der Ausführung ist der Mehrfachbelichtungsmodus der Kamera. Rein theoretisch kann ich mich aktivierter MX-Taste beliebig viele Bilder machen und erst mit nochmaligen Drücken der Taste den Film auswerfen lassen.

double exposure. Made with Lomo'Instant SquareDadurch, dass ich hier bei beiden Aufnahmen geblitzt habe, überlagern die Holzgitter auch das Modell. Vielleicht hätte ich in dem Fall nur eine von beiden Auslösungen mit Blitz ausführen sollen. Vielleicht aber auch nicht…
Auf jeden Fall mag ich das Bild sehr… 🙂

 

 

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30. Januar 2018