Mit dem Fotografieren auf Film so richtig begonnen habe ich so um das Jahr 2004 herum. Seit dieser Zeit hat sich so einiges an Negativ-Filmen in meinem Archiv angesammelt…

Nach den ersten Schritten mit meiner damaligen ersten Digitalkamera (eine Nikon Coolpix 995) bin ich relativ zügig auf den Film gekommen.
Mit einer ersten kleinen Nikon F55 habe ich die ersten Sachen fotografiert. Daneben habe ich auch relativ schnell experimentiert. Von der Lomography Action-Cam bis zur Fed 5 war so einiges vertreten.

Ich will jetzt gar nicht alle Kameras aufzählen, die ich mal besessen habe und/oder immer noch besitze. Auch will ich nicht auf alle unterschiedlichen Filme eingehen, die ich fotografiert habe. Ein paar Kameras gibt es zumindest hier. Hier nur zum Wesentlichen…

Volltreffer

Red coat. 2012Den ersten richtigen Schatz habe ich in der Holga gefunden. Diese kleine unscheinbare Plastikkamera kann beim Fotografieren eine dermaßen mollige Atmosphäre vermitteln. Sie kann einen aber auch auf die harten Tatsachen der Fotografie zurück bringen. Zum Beispiel wenn man vom Entwickeln nur einen schwarzen oder weißen Negativstreifen Film zurückbekommt.

Aber die Erfahrung zeigt, sogar aus diesen Streifen kann man noch so einiges lernen. Wenn schon mindestens Erfahrung, dann von Fall zu Fall auch gespenstische schemenhafte Momente, die oft erst nach dem Scannen zu Tage treten.
Von den unfreiwilligen Doppelbelichtungen ganz zu schweigen…

Neben wirklich vielen unzähligen inspirierenden Momenten hat mir die Kamera neben der Liebe zum Quadrat auch das spannende Mittelformat näher gebracht.

Weiterentwicklung

Wenn ich auch bisher oft einen großen Schritt um „neue“ Kameras herum gemacht habe, bin ich mit den altbewährten selten auf die Nase gefallen.
Da war es eher fast anders herum… 😉

Wenn ich mir die Filme im Archiv ansehe, dann waren sowohl die Nikon F80, für die 35mm-Fotografie, als auch die Seagull, für die 120mm-Mittelformat-Fotografie, meine nächsten Schritte.
Beide benutze ich auch heute noch sehr gerne.

Safe from harm. 2009Das mit dem Mittelformat habe ich dann seinerzeit auch noch versucht weiter auszubauen. Leider funktionierte meine Kiev 88 nur wenige Jahre, bevor sie (für mich) nicht mehr reparabel war.
Wie auch bei der Seagull liebe ich das Fotografieren mit dem Lichtschacht und versuche das so oft wie möglich einzusetzen.

Filme

Natürlich habe auch ich meine Lieblingsfilme, mit denen ich am liebsten gearbeitet habe und es auch noch immer tue. So es sie denn noch gibt…

Together. 2006Allem voran die Ilfords. Da war (und ist) vor allem der HP 5 mein Favorit. Auch weil ich meist mit relativ wenig Licht im Studio fotografiere (und natürlich auch die Holga viel Licht benötigt) greife ich wenn möglich auf 400 ISO oder höher zurück.

Der Kodak T-Max 400 hat mir auch immer gute Dienste geleistet, wobei ich diesen meist auch nur in der Holga benutze (benutzte).

Wenn auch die „guten Marken“ immer weniger werden, tut sich doch einiges auf dem Film-Markt. Kodak entwickelt den P3200 wieder und auch sonst gibt es einiges an neuen kleinen Filmfirmen. So bleibt doch die Hoffnung für weiteres gutes Material zum Arbeiten…

Filmentwicklung

In der Vergangenheit habe ich meine Filme immer im Foto-Labor meines Vertrauens entwickeln lassen. Nach meinem Umzug nach Würzburg hat sich da noch kein „gutes neues Vertrauensverhältnis“ gebildet…

Auch deshalb warte ich, wie tausende andere Fotografen, auf die Lab-Box von ars imago. So dieses kleine handliche Fotolabor denn gegen Ende des Sommers tatsächlich ausgeliefert werden sollte, dann kann ichmeine Filme auch endlich selbst entwickeln.

Im Kühlschrank warten bereits einige belichtete Filme auf ihre Entwicklung und im Keller sehnt sich ein ordentlicher Stapel frischer Filme auf das Einlegen in eine Kamera.

Das neue Kapitel in meinem „fotografischen Wirken“ beginnt hoffentlich bald… 🙂

Was folgt…

Wie ich in einem der letzten Blog-Beiträge geschrieben habe, besteht jetzt wieder die Möglichkeit mit Studiohintergrund und -lampen zu arbeiten.

Der Raum ist auch groß genug, so dass ich meine Kiev 60 in Stellung bringen kann. Aber auch einiges anderes ist bereits geplant oder befindet sich zumindest schon in meinem Kopf…

 

Out of my archive. Berlin, 2006So… eigentlich wollte ich etwas über mein Foto-Archiv schreiben, bin dann aber wohl doch mehr auf das Theme „Fotografieren auf Film“ gekommen… naja, dann beim nächsten Mal… 😀

 

 

 

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28. März 2018